Turnierhundesport was ist das eigentlich?

Für Menschen die gerne in der frischen Luft durch das Gelände laufen, ob zum Spaß als Breitensportler oder ambitioniert im Leistungssport, ist der Turnierhundesport eine optimale Möglichkeit diese Laufleidenschaft mit dem Hund zu teilen. Gestartet als „Breitensport für Jedermann“ messen sich mittlerweile die Sportler auf einem leichtathletischen Niveau. Um die sportliche Fairness zu wahren, werden im THS (Turnierhundesport) in unterschiedlichen Altersklassen und Leistungsklassen, getrennt nach Frauen und Männern, gekämpft.
Diese Disziplinen kennen wir in THS:

Der Geländelauf

Unterschiedliche Entfernungen (1000, 2000 und 5000 Meter) sind bei dem Geländelauf zurück zu legen. Es gewinnt das schnellste Team aus Hund und Mensch. Es geht selten über asphaltierte Strecken, Spaß haben Hund und Mensch schließlich in Wald und Flur. Da der Geländelauf für fast alle Hunde, egal ob Mix, Rassehund, groß oder klein geeignet ist, , ist hiermit der Einstieg relativ leicht.

Der Slalomlauf

sie Hier bewältigen Hund und Mensch gemeinsam einen zwischen 55 und 75 m langen Slalomkurs im Zick-Zack. Schon das Zuschauen ist faszinierend.

Der Hindernislauf

Der Letzte kann mit seinem Hund zusammen der Erste sein. Während der Hund eine 75 m lineare Hindernisbahn bewältigen muss, läuft der Zweibeiner parallel neben der Bahn her. Es wird gewertet wenn beide, Hund und Mensch im Ziel angekommen sind. Es bestimmt nicht der Erste die Zeit, sondern derjenige, der als letzter die Ziellinie passiert.

Der Hürdenlauf

Hunde bringen die Voraussetzungen für den Hürdenlauf schon mit, Menschen müssen dafür hart trainieren. Die Anforderungen an die Sportlichkeit des Hundeführers werden in den unterschiedlichen Stufen (1 bis 3) durch die Länge der Strecke sowie die Höhe und Anzahl der Hürden gesteigert. Natürlich können beide Zeit- wie Gerätefehler. Hundeführer und Hund müssen hier zeigen, dass sie ein Team sind.

Gehorsamsübung

In Übungen wie Leinenführigkeit, Freifolge Sitz-, Platz- und Stehübungen wird überprüft, ob Mensch und Hund ein Team sind. Dieses zeichnet sich nicht nur durch korrekte Ausführungen, sondern auch durch freudiges Arbeiten des Hundes und der erkennbaren Zusammengehörigkeit aus. Gehorsam ist eine Grundanforderung im Hundesport.

CSC

Der CSC (Combinations Speed Cup) ist ein Mannschaftswettkampf und setzt sich aus kombinierten, Laufdisziplinen zusammen. Angeordnet als Hindernisparcours wird dieser in drei Sektionen unterteilt. Ähnlich eines Staffellaufs werden diese Sektionen von drei verschiedenen Teams einer Mannschaft bewältigt. Ausgetragen auf Meisterschaften entpuppt sich diese Disziplin als wahres Spektakel. Angefeuert von ihren Mitstreitern und Fans kämpfen die Mannschaften um die schnellste Zeit und die wenigsten Fehler.

Um hundesportlichen Anfängern einen relativ schnellen Einstieg in das sportliche Wettkampfgeschehen zu ermöglichen, gibt es die Breitensportdisziplinen des THS, bestehend aus dem Dreikampf (3 Laufelemente), dem Hindernislauf dem Shorty (Mannschaftswettkampf in zwei Sektionen) und dem K.O.-Cup (2 Teams auf 2 parallelen Parcours) angeboten. Diese Disziplinen eignen sich besonders für den Einstieg in den Turnierhundsport.

Der Vierkampf

Den Vierkampf (unterteilt in 3 Leistungsstufen) muss man wohl als „Die Königsdisziplin“ im THS bezeichnet werden. In vier unterschiedlichen Kategorien werden Mensch und Hund Leistung abverlangt: Gehorsam, Hürden-, Slalom- und Hindernislauf.

 

Wer sich selbst gerne sportlich betätigt und seinen Hund hierbei integrieren möchte, für den ist der Turnierhundsport die ideale Sportart.

Katrin Evers